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Rundreise Cancun, Playa de Carmen, Akumal, Tulum und die Highlights: Isla Holbox und Isla Mujeres.

Falls es dich einmal in den Teil Mexikos verschlägt, wirst du traumhafte Strände finden mit Palmen, weissem Sand und türkisblauem Meer. Interessanterweise war unserer Meinung nach der schönste Strand mit dem wirklich krassesten Wasser, was wir je gesehen haben (und wir waren auch schon in Australien, Fidschi, Thailand und den Seychellen etc.) an der Hotelzone in Cancun. Was für eine Verschwendung! Denn leider hat die Hotelzone für Individualtouristen nicht viel zu bieten. Zu künstlich, zu abgeschirmt vom Rest des Landes.

Playa del Carmen ist ebenfalls ein völlig für Touristen errichtetes Dörfchen, wenn man die dauernd verkaufenden und hinter einem her rufenden Einheimischen ganz gut ignorieren kann, hat es sogar etwas Charme. Viele schöne Cafés und Restaurants lassen wirklich Urlaubsflair aufkommen, abends durch die Strassen schlendern…

Meeresschildkröten

Ein Must-do in der Gegend ist Schnorcheln mit Meeresschildkröten: Vor allem Akumal ist dafür toll geeignet, das Meer ist nicht super klar, da am Boden viel Gras ist, aber das ist nun mal das Soulfood der Schildkröten und deswegen sind sie da. Da Mexikaner aus den Touristen möglichst viele Pesos rauspressen wollen, bieten sie geführte Schnorcheltouren an. Mach das nicht! Du brauchst keinen Guide, der dir sagt, dass das da vorne eine Schildkröte ist.

Unser Tipp: Wir sind morgens um 7 oder 8 Uhr früh mit unseren eigenen Schnorcheln ins Wasser gegangen. Der sonst tagsüber völlig überfüllte Strand war komplett ruhig. Ausser ein oder zwei Fischern war niemand da, niemand hat uns behelligt. Und siehe da: Noch vor dem Frühstück haben wir sechs oder sieben riesige Schildkröten gesehen und sind mit ihnen geschwommen.

Einen ganz besonderen Unterkunftstip haben wir für dich in Akumal: Das Akumal Natura Glamping. Der Besitzer ist Spanier (Namen habe ich leider vergessen, Pedro?) und hat sich dort einen Traum erfüllt: Liebevoll eingerichtete Glamping Hütten, die trotzdem super ruhig und komfortabel sind. Wir hatten dort die beste Nacht mit dem besten Schlaf des ganzen Urlaubs. Und das Beste: Die Anlage hat eine eigene Cenote, wo man 24 Stunden ohne Touristenrummel entspannen und sich von kleinen Fischis die Haut abknabbern lassen kann. Wir waren vor zwei Jahren da und „Pedro“ hat uns noch eine unterirdische Cenote und eine Tierrettungsstation gezeigt, die ein Freund von ihm betreibt. Für Simon das Beste: Er durfte „Pedros“ Jeep durch den Dschungel fahren.

Wenn du wirklich ein besonderes Erlebnis willst: https://akumalnaturaglamping.com auch buchbar bei Booking und so.

Maya Ruinen

In Mexiko dürfen Maya Ruinen natürlich auch nicht fehlen. Statt dieser berühmten, teuren und völlig überfüllten Ruine Chichen Itza sind wir zu näher gelegenen Ek Balsam gefahren. Nicht ganz so gross, aber auf diese Ruine darfst du sogar noch drauf klettern. 130 Stufen Todesangst für mich (ich bin das Wrack mit dem lila Rucksack). Ek Balsam war wirklich leer und trotzdem auch sehr cool. Wenn du nur mal sowas sehen willst und nicht jeden Stein umdrehen musst, reicht das als Kulturprogramm auf alle Fälle.

Wenn man in der Gegend von Tulum ist darf natürlich die berühmte Festung am Meer nicht fehlen. Wir sind ehrlich: Sie sieht aus wie alle anderen Ruinen auch. Das echt coole ist eigentlich nur einmal DAS Foto machen, damit jeder weiss, dass man in Mexiko war. Der Strandabschnitt unten ist wohl so gut wie nie begehbar, aber für ein Halbtagesausflug inmitten von Touristenscharen reichts allemal.

Isla Mujeres und Isla Holbox

Unser letzter Reisetipp bezieht sich auf die Inseln Isla Holbox und Isla Mujeres. Zur Mujeres kommst du leicht als Tagesausflug per Fähre von Playa des Carmen oder Cancun. Mach das ruhig. Der Strand ist traumhaft.

Isla Holbox ist etwas schwerer zu erreichen, wenn wir uns recht erinnern waren es vier Stunden mit dem Bus und danach eine Fähre nach Holbox. Sie liegt nördlich von Cancun. Aber bitte. Auch wenn sie schwerer zu erreichen ist, plan sie mit ein! Hier ist das Leben stehen geblieben. Es fahren keine Autos, alles ist bunt, es gibt nur Golfcars und Fahrräder. Am Strand kannst du endlos durchs knietiefe blaue Wasser laufen. Abends sitzt du in kleinen Restaurants und isst deine (zugegeben teureren) Tacos mit den Füssen im Sand. Als wir da waren hatte der ATM kein Bargeld mehr, nimm dir also genug mit.

Von A nach B kommen in Mexiko

Wenn du kein Problem hast mit etwas unbequemen Reisen, nimm die Collectivos. Das sind kleine Vans die immer zwischen den Städten hin und hertingeln. Und frag nicht was es kostet. In den meisten Fällen haben wir einfach 30 Pesos hingehalten und damit war es immer erledigt. Einfach an einer Hauptstrasse Arm heben und dann hält schon einer. Super einfach. Von Taxis kann man, wie überall, abraten.

Zwischen den Städten fuhren auch Busse, die waren ebenfalls sehr günstig nur halt nicht so bequem. Sonst klappt in Cancun und Umgebung sehr gut Uber, auch wenn es wohl offiziell verboten ist.

Fazit

Im Nachhinein können wir sagen, dass sich dieser Teil Mexikos für einen entspannten Strandurlaub wirklich lohnt. Das Wasser und die Strände sind traumhaft! Besuche von Cenoten und Dschungeltrips bringen die nötige Abwechslung und auch die mexikanische Küche ist unserer Meinung super lecker.

Gerade für die ersten Reisen weiter weg eignet es sich eigentlich ganz gut, da sie sehr auf Touristen eingestellt sind. Auch Drogen- und Bandenkriege und abgetrennte Körperteile in Mülleimern haben wir in der Gegend vergeblich gesucht. Man hat Simon zwar das Portemonnaie geklaut, und auf unsere Kreditkarte einmal das Auto vollgetankt, aber Schlimmeres ist uns nicht passiert.

Was wir wirklich nervig fanden ist die Einstellung der Einheimischen zu Touristen, man wird doch hier und da sehr bedrängt, das Taxi zu nehmen oder den Ramsch zu kaufen und das machte unseren Trip manchmal etwas anstrengend. Wenn man das aber lernt einfach zu ignorieren und man vor allem nicht einen ganz hilflosen Eindruck macht kann man in Mexiko eine super schöne Zeit haben.

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